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Organic Marketing Forum 2012

 7. Internationale Tagung zur Verarbeitung und Vermarktung
von Bio-Lebensmitteln, Naturwaren und Rohstoffen

7. - 9. Mai 2012

Organic Marketing Forum 2012 – voller Erfolg in Warschau

Das 7. „Organic Marketing Forum – Internationale Tagung zur Verarbeitung und Vermarktung von Öko-Produkten und Rohstoffen“ in Warschau - konnte Aussteller und Besucher erneut überzeugen. Zu dem internationalen Branchentreff kamen ökologisch wirtschaftende Lebensmittelhersteller, Händler, Importeure und Landwirte aus 26 Ländern in der polnischen Metropole zusammen, um Trends und Strategien der Bio-Branche zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Deutlich war die Weiterentwicklung der Bio-Branche Mittel- und Osteuropas vom Rohstoffproduzenten zum Bio-Lebensmittel-Absatz- und Beschaffungsmarkt festzustellen. Das Organic Marketing Forum konnte mit etwa 350 Teilnehmern stabile Teilnehmerzahlen, ein gut angenommenes Tagungs-Programm und beste Stimmung unter den Besuchern verzeichnen. Es baute damit seine Stellung als größter internationaler Branchentreff in Mittel- und Osteuropa aus.

Das diesjährige Organic Marketing Forum (OMF) stand unter dem Motto „Mit Transparenz und Glaubwürdigkeit Kunden gewinnen“. Dieses Thema zog sich durch viele Vorträge und Diskussionsbeiträge. Bei der Eröffnung betonte der polnische Vizelandwirtschaftsminister Andrzej Butra die Wichtigkeit des Kontrollsystems für die Glaubwürdigkeit der Bio-Produktion und sagte zu, den Bio-Sektor auch weiterhin zu fördern. Andrzej Hałasiewicz, Berater des polnischen Präsidenten Bronisław Komorowski, hob die Bedeutung des Ökolandbaus für die Entwicklung der ländlichen Regionen hervor und kündigte an, bei Veranstaltungen des Präsidenten künftig noch häufiger Öko-Lebensmittel verwenden zu wollen. Bernhard Jansen, Direktor des Hauptveranstalters EkoConnect – Internationales Zentrum für den ökologischen Landbau Mittel- und Osteuropas e. V. – rief in seiner Begrüßung dazu auf, das Verbrauchervertrauen als wichtigstes Gut anzusehen und mit Bio-Wahrhaftigkeit und hoher Qualität zu beantworten. „Nicht das schnelle, sondern das nachhaltige Wachstum des Bio-Marktes muss unser Ziel sein,“ so Bernhard Jansen.

Die Fachvorträge des Forums, die meist von Unternehmern gehalten wurden, hatten neben Transparenz und Glaubwürdigkeit auch aktuelle Themen und Wege zu mehr Zusammenarbeit zum Gegenstand. So ging Andreas Wenning von Rapunzel auf die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette als Voraussetzung für echte Nachhaltigkeit ein und begrüßte die offensichtlichen Anstrengungen zum Aufbau heimischer Märkte in Mittel- und Osteuropa. Janez Cretnik, Inhaber des Großhändlers Medicor aus Slowenien, der 250 Kunden mit Cateringservices bedient, stellte die großen Absatzmöglichkeiten in der Außer-Haus-Verpflegung in den ehemaligen Ländern Jugoslawiens heraus. Ionut Teglas vom rumänischen Groß- und Einzelhändler Leacul zeigte an verschiedenen Beispielen auf, wie in Rumänien die Kooperation mit den Nachbarländern zum Aufbau des Bio-Marktes gelingt.

Besonders gefragt waren auch die Workshops des Forums, in denen 10 Länder Mittel- und Osteuropas und ihre führenden Bio-Unternehmen vorgestellt wurden. Hier zeigte sich, dass Länder wie Polen, Tschechien, die Baltischen Staaten, Rumänien und Ungarn enorme Fortschritte im Aufbau von heimischer Verarbeitung und Einzelhandel gemacht haben und inzwischen nicht mehr nur als Rohstoffproduzent, sondern als Lieferant von wettbewerbsstarken Bio-Lebensmitteln und Absatzmarkt für Bio-Produkte gefragt sind. Auch in der Ukraine, Russland, Türkei und den Balkanstaaten gibt es inzwischen funktionierende Groß- und Einzelhandelsstrukturen sowie einen wachsenden Absatz auf den lokalen Märkten. Besonders interessant war dabei zu beobachten, dass mehr und mehr Hersteller und Händler aus Mittel- und Osteuropa ihre eigenen Länder als Absatz- und Beschaffungsmarkt entdeckt haben und sich nicht mehr nur am Westen orientieren.

Einen weiteren gefragten Workshop organisierte die IFOAM EU Group. Bei diesem ging es um die Arbeit einer Expertengruppe zur Öko-Verarbeitung und es wurde über die Richtlinien zur Öko-Lebensmittelherstellung diskutiert. In einem anderen Workshop standen Strategien zur Weiterentwicklung des Ökolandbaus in Polen im Vordergrund und Maßnahmen zur Bekanntmachung von Bio-Produkten.

Beim abendlichen Get-together wurde erstmals der Preis für die besten Bio-Geschäfte (Organic-Polish-Point-of-Sales-Award) in Polen vergeben. Polnische Großhändler und Experten gehörten zur Jury. Der Preis hatte in seinen 4 Kategorien folgende Gewinner:

A. Bestes Naturkostfachgeschäft in der Kategorie bis 55 qm:

1. Preis:           Dary Natury, Krakau, ul. Krakowska 21
2.
Preis:           Eko-Chata, Toruń, ul. Szosa Chełmińska 141
3. Preis:           Organic Farma Zdrowia,  Wola Park, Warsaw, ul.
Górczewska 124

B. Bestes Naturkostfachgeschäft über 55 qm:

1. Preis:           Smak Natury, Warsaw, Al. Ken 19, lok 1,
2. Preis:           Organic Farma Zdrowia, Warsaw, Arkadia, ul.
Jana Pawła II 82
3. Preis:           Przedsiebiorstwo Konekol, Bydgoszcz, ul. Polanka 26

C. Bestes Bio-Angebot im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel

1. Preis:           Spolem, Warschau, ul. Nowy Świat 53
2. Preis:           K & M Delikatesy, Warsaw, ul. Wspolna 24 
3. Preis:           Alma Mark, Krakòw, ul. Pilotów 6

D. Sonderpreis: Beste polnische Bio-Einzelhandelskette

1. Preis                       Organic Farma Zdrowia; Warschau
2. Zwei 2.
Preise       FREE, Warschau UND Żółty Cesarz, Warschau

 

Der Preis für das beste Öko-Produkt „Best of Organic“, wird von den Besuchern des OMF vergeben. Er ging in diesem Jahr an den Käsehersteller Heuvland aus der Republik Moldau für seinen Kräuter-Schnittkäse „Queen“. Der zweite Preis ging an die Firma Yogi Tee GmbH aus Deutschland für ihren „Yogi Tee – Ingwer Orange mit Vanille“ und der dritte an die Firma AB ˇemaitijos Pienas aus Litauen, für einen Gouda ähnlichen Schnittkäse mit Namen „Dobilas“.

Den dritten Tag des Forums bildeten 3 verschiedene Exkursionen. Besucht wurden dieses Jahr, schwerpunktmäßig Bio-Landwirtschaftsbetriebe, Verarbeitung und Einzelhandel sowie ein Bio-Forschungs- und Demonstrationsbetrieb.

Organisator des Forums ist EkoConnect – Internationales Zentrum für den Ökologischen Landbau Mittel- und Osteuropas. Das Polnische Landwirtschaftsministerium und die EU-Gruppe des Weltverbandes IFOAM haben die Schirmherrschaft über die Veranstaltung. Enge Partner sind der Herstellerverband Polska Ekologia, der Öko-Anbauverband Ekoland, das polnische Beratungszentrum CDR und die Internationale Organic Retailers Association. Erstmals arbeitet das OMF eng mit der BioFach Nürnberg, Weltleitmesse für Bio-Produkte zusammen.

Weitere Informationen zum Organic Marketing Forum unter www.organic-marketing-forum.org.

Ansprechpartnerin für Redaktionen: Bernhard Jansen (Deutsch, Englisch), Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Tel.:+49-351- 20 66 173, und Magdalena Saczyna (polnisch, russisch) Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können +49 351 456 80 39).

 
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